So farmst du Maker-Rebates auf Polymarket

Wie funktioniert das?
In berechtigten Märkten auf Polymarket fließt ein Teil der Taker-Gebühren über das Maker-Rebate-Programm an die Liquiditätsanbieter zurück.
Wenn du ruhende Limit-Orders platzierst und andere Trader sie ausführen, erhältst du einen Anteil am täglichen Rebate-Pool in USDC.
- Tägliche Ausschüttung in USDC: Die Rebates werden jeden Tag berechnet und ausgeschüttet.
- Leistungsabhängig: Du verdienst nach dem Anteil der von dir bereitgestellten Liquidität, der tatsächlich abgenommen wurde.
- Voraussetzung: Platziere Orders, die dem Orderbuch Liquidität hinzufügen und ausgeführt werden (deine Liquidität wird also von einem anderen Trader abgenommen).
- Finanziert durch Taker-Gebühren: Die Rebates stammen aus den Gebühren, die Taker zahlen, wenn sie gegen die Liquidität der Maker handeln.
Der Rebate-Prozentsatz unterscheidet sich je nach Marktart.
Wie werden die Rebates berechnet?
Die Rebates werden nach derselben Formel verteilt wie die Taker-Gebühren. So werden Maker im Verhältnis zum Gebührenwert belohnt, den ihre Liquidität erzeugt.
Für jede ausgeführte Maker-Order:
fee_equivalent = C × feeRate × p × (1 - p)
C — Anzahl der gehandelten Anteile p — Preis der Anteile feeRate — Taker-Gebührensatz der Marktkategorie
Da die Rebates aus Taker-Gebühren finanziert werden, entstehen in Märkten mit höheren Gebührensätzen in der Regel größere Rebate-Pools für Maker.
feeRate für verschiedene Marktarten:
Hinweis: Geopolitik-Märkte haben derzeit keine Handelsgebühren, daher gibt es für diese Märkte kein Maker-Rebate-Programm.
In der Praxis heißt das: Märkte mit höheren Taker-Gebühren und häufigen Ausführungen bringen meist größere Rebate-Pools hervor.
Die Formel ist mit p × (1 - p) gewichtet: Ausführungen nahe 50 Cent erzeugen die höchsten Taker-Gebühren – und damit die höchsten Maker-Rebates.
Vergleiche zum Beispiel zwei Ausführungen über je 1.000 US-Dollar in der Kategorie Sport (3% Taker-Gebühr, 25% Maker-Rebate):
- Ausführung zu 50¢
2.000 Anteile × 0,03 × 0,50 × (1 - 0,50) = 15 $ Taker-Gebühr
15 $ × 25% = 3,75 $ Maker-Rebate
- Ausführung zu 95¢
1.052,63 Anteile × 0,03 × 0,95 × (1 - 0,95) ≈ 1,50 $ Taker-Gebühr
1,50 $ × 25% ≈ 0,375 $ für den Maker-Rebate-Pool
Trotz desselben Nominalwerts von 1.000 US-Dollar bringt der Trade zu 50 Cent rund 10-mal mehr Rebate-Wert. Deshalb bieten Märkte, die nahe dem Mittelkurs gehandelt werden, oft die besten Chancen auf Maker-Rebates.
In der Praxis reichen Maker-Rebates allein meist nicht für eine eigenständige Strategie. Sie können aber die Profitabilität bestimmter Trading-Setups deutlich verbessern, vor allem in sehr liquiden Märkten mit engen Spreads.
Wie nutzen Trader Maker-Rebates?
Maker-Rebates sind im Grunde eine zusätzliche Renditequelle für Trader, die auf Polymarket Liquidität bereitstellen.
Meist helfen die Rebates nur, die Handelskosten auszugleichen. In sehr aktiven Märkten können sie aber zu einer nennenswerten zusätzlichen Gewinnquelle werden, vor allem bei kurzfristigen Spread-Scalping-Strategien.
Sehr liquide Märkte mit ständigem Orderfluss sind für diesen Ansatz meist am besten geeignet, weil dort beide Seiten deiner Orders mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgeführt werden.
Eine verbreitete Strategie: gleichzeitig Limit-Orders auf „Ja“ und „Nein“ platzieren.
Zum Beispiel:
- „Ja“ zu 49¢ kaufen
- „Nein“ zu 50¢ kaufen
Da die Gesamtkosten bei 99 Cent liegen, kannst du beide Positionen später wieder zu 1 USDC zusammenführen und dir allein über den Spread rund 1% Gewinn sichern. Wurden deine Orders als Maker-Orders ausgeführt, erhältst du zusätzlich zum Spread-Gewinn womöglich noch Maker-Rebates. Bietet der Markt außerdem LP-Belohnungen, kannst du darüber hinaus einen Anteil am LP-Belohnungspool verdienen.
(Wenn du LP-Belohnungen und ihre Funktionsweise noch nicht kennst, lies unseren vorherigen Ratgeber hier)
Sport-Märkte eignen sich oft gut für diese Strategie, weil sie vor Spielbeginn meist hohe Handelsaktivität, enge Spreads und viel Liquidität bieten.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass beide Seiten des Markts ausgeführt werden. Und selbst wenn zunächst nur eine Seite ausgeführt wird, lässt sich die überschüssige Position bei regem Orderfluss später meist leichter ausgleichen oder schließen.
Zudem unterstützen Sport-Märkte häufig Maker-Rebates, bieten oft LP-Belohnungen und erzeugen über den Tag hinweg meist ein konstantes Handelsvolumen.
Maker-Rebates sind nicht als eigenständige Einkommensquelle gedacht. Für aktive Trader und Liquiditätsanbieter können sie aber die Ausführungseffizienz und die Gesamtprofitabilität auf Dauer spürbar verbessern.
Die besten Chancen ergeben sich meist in sehr liquiden Märkten mit engen Spreads, konstantem Orderfluss und reger Handelsbeteiligung.
Häufige Fragen
Gibt es Maker-Rebates auf allen Märkten?
Nein. Maker-Rebates gibt es nur in berechtigten Marktkategorien. Geopolitik-Märkte zum Beispiel haben derzeit keine Handelsgebühren, daher gibt es dort keine Maker-Rebates.
Werden Maker-Rebates automatisch ausgeschüttet?
Ja. Die Rebates werden täglich automatisch berechnet und in USDC ausgeschüttet.
Kann ich mit Market-Orders Maker-Rebates verdienen?
Nein. Nur Maker-Liquidität berechtigt zu Rebates. Deine Order muss dem Orderbuch Liquidität hinzufügen und später von einem anderen Trader ausgeführt werden.
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Haftungsausschluss: PolyScalping ist eine unabhängige Analyseplattform und nicht mit Polymarket verbunden. Die Daten stammen aus den öffentlichen APIs von Polymarket, dienen nur zur Information und sind keine Anlageberatung. Prognosemärkte sind mit Risiken verbunden; informiere dich selbst, bevor du Kapital einsetzt. Dieser Beitrag dient nur zur Information und ist keine Anlage-, Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. Prüfe Marktdaten immer auf polymarket.com, bevor du Orders platzierst.
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